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Katzen verbringen einen großen Teil ihres Tages mit Fellpflege. Wozu also bürsten? Ganz einfach: Beim Putzen schlucken Katzen lose Haare, die sich im Magen zu Haarballen verbinden können. Langhaarkatzen verfilzen ohne Hilfe leicht, und im Fellwechsel landen Unmengen Haare auf Sofa und Kleidung. Regelmäßiges Bürsten hilft – und kann, richtig gemacht, zu einem echten Kuschelritual werden. Die Wahl der richtigen Katzenbürste hängt vor allem vom Fell ab.
- Kurzhaar: Zupfbürste oder Fellhandschuh, im Fellwechsel ein FURminator*.
- Langhaar: Kamm plus Bürste, z. B. das Pretty-Paw-Set* und der Harkenkamm*.
- Bürstenmuffel: Fellpflegehandschuh* – fühlt sich an wie Streicheln.
- Kurz und regelmäßig ist besser als selten und lange.
Welches Fell braucht welche Pflege?
Kurzhaarkatzen (z. B. Europäisch Kurzhaar, Britisch Kurzhaar) kommen meist mit einer Bürsteinheit pro Woche aus, im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst öfter. Britisch Kurzhaar hat besonders dichte Unterwolle und profitiert von einem Unterwollentferner.
Halblanghaarkatzen (Maine Coon, Norwegische Waldkatze, Sibirische Katze) haben wasserabweisendes Deckhaar und viel Unterwolle. Zwei bis drei Einheiten pro Woche verhindern Knoten, vor allem an Bauch, Achseln und hinter den Ohren.
Langhaarkatzen (Perser, Ragdoll) brauchen tägliche Pflege. Ohne Bürsten verfilzt ihr Fell schnell, und dichte Filzplatten müssen im schlimmsten Fall beim Tierarzt geschoren werden.
Die wichtigsten Werkzeuge
| Werkzeug | Wofür? | Fell |
|---|---|---|
| Zupfbürste (Drahtborsten) | lose Haare, leichte Knoten | alle |
| Metallkamm | Kontrolle auf Knoten, feine Arbeit | Halblang- und Langhaar |
| Unterwollentferner | lose Unterwolle im Fellwechsel | Kurzhaar mit dichter Unterwolle, Halblanghaar |
| Harkenkamm | dichtes Fell, beginnende Knoten | Halblang- und Langhaar |
| Gumminoppen-Handschuh | sanfte Pflege, Massage | Kurzhaar, empfindliche Katzen |
Bewährte Bürsten
FURminator deShedding-Tool Katze (M/L, Kurzhaar)
Der bekannte Unterwollentferner: Eine feine Edelstahlklinge kämmt lose Unterwolle aus, ohne das Deckhaar zu schneiden. Mit Auswurfknopf zum Entfernen der Haare.
- Entfernt sehr viel Unterwolle
- Auswurfknopf
- Bewährte Marke
- Nicht zu oft und nicht mit Druck anwenden
- Nicht für Katzen ohne Unterwolle
Passt zu: Kurzhaarkatzen mit viel Unterwolle, besonders im Fellwechsel.
FURminator deShedding-Tool Katze (M/L, Langhaar)
Die Langhaar-Variante mit längeren Zähnen, die auch dichtes, langes Fell durchdringen.
- Für dichtes Langhaar
- Reduziert Haarballen
- Auswurfknopf
- Vorsicht bei Knoten – erst entfilzen
Passt zu: Langhaarkatzen wie Maine Coon, Norweger, Perser.
Pretty Paw Katzenbürsten-Set (Zupfbürste + Kamm)
Set aus Zupfbürste und Metallkamm – die beiden wichtigsten Werkzeuge für die regelmäßige Fellpflege.
- Zwei Werkzeuge in einem Set
- Sehr gut bewertet
- Schönes Geschenk
- Kein Unterwollentferner
Passt zu: Einsteiger in die Fellpflege und als Geschenk.
Pecute selbstreinigende Zupfbürste
Zupfbürste mit feinen, abgerundeten Drahtborsten, die sich per Knopfdruck einziehen lassen – die Haare fallen dann einfach ab.
- Selbstreinigend per Knopfdruck
- Für Kurz- und Langhaar
- Günstig
- Drahtborsten sanft führen
Passt zu: Die tägliche Fellpflege.
FURminator Harkenkamm für Langhaar
Kamm mit drehbaren Zinken, der lose Haare und beginnende Knoten aus langem Fell löst, ohne zu ziepen.
- Drehbare Zinken ziepen weniger
- Gegen Verfilzungen
- Günstig
- Ergänzt eine Bürste, ersetzt sie nicht
Passt zu: Langhaarkatzen mit Neigung zu Knoten.
DR Zoo Fellpflegehandschuh (Paar)
Handschuhe mit weichen Noppen: Beim Streicheln werden lose Haare aufgenommen. Ideal für Katzen, die Bürsten nicht mögen.
- Fühlt sich für die Katze wie Streicheln an
- Auch für empfindliche Katzen
- Waschbar
- Entfernt weniger Unterwolle als eine Bürste
Passt zu: Bürstenmuffel und kurzhaarige Katzen.
So wird Bürsten zum Ritual
- Richtiger Moment: Bürste, wenn deine Katze entspannt ist – etwa nach dem Spielen oder wenn sie sich ohnehin streicheln lässt.
- Klein anfangen: Wenige Striche am Rücken und an den Wangen, wo Katzen gern gestreichelt werden. Bauch und Beine erst später.
- Mit dem Strich: Bürste in Wuchsrichtung und ohne Druck. Ziepen verdirbt jede Freude.
- Belohnen: Ein Leckerli am Ende macht das Bürsten zu etwas Positivem.
- Aufhören, bevor es nervt: Zuckender Schwanz oder angelegte Ohren sind das Signal für eine Pause.
Unterwollentferner sind sehr effektiv. Zu häufig oder mit Druck angewendet, können sie die Haut reizen. Nutze sie vor allem im Fellwechsel und nicht öfter als vom Hersteller empfohlen. Verfilzungen nie mit der Schere direkt an der Haut aufschneiden – die Verletzungsgefahr ist groß.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meine Katze bürsten?
Kurzhaar etwa einmal pro Woche, Halblanghaar zwei- bis dreimal, Langhaar täglich. Im Fellwechsel bei allen Katzen häufiger.
Helfen Bürsten gegen Haarballen?
Ja. Je mehr lose Haare du ausbürstest, desto weniger schluckt deine Katze beim Putzen. Erbricht deine Katze trotzdem häufig Haarballen, sprich mit der Tierarztpraxis.
Muss ich meine Katze baden?
In aller Regel nicht. Katzen reinigen sich selbst. Ein Bad ist nur in Ausnahmefällen nötig – etwa bei starker Verschmutzung oder auf tierärztlichen Rat.
Fazit
Mit dem richtigen Werkzeug und ein paar Minuten pro Woche bleibt das Fell deiner Katze gesund und glänzend, und auf deinem Sofa landen weniger Haare. Für Kurzhaarkatzen reichen Zupfbürste oder Handschuh, im Fellwechsel ergänzt durch einen Unterwollentferner; Langhaarkatzen brauchen Kamm und Bürste. Zur kompletten Pflege gehört übrigens auch ein Blick auf die Krallen – mehr dazu im Ratgeber Krallen schneiden bei Katzen.




