Katze knabbert an PflanzenFoto: Judgefloro, CC0, via Wikimedia Commons (zugeschnitten)

Katzengras: Wozu es gut ist und welche Sorte sich eignet

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Wer einen Freigänger hat, kennt das Bild: Die Katze kaut im Garten genüsslich auf Grashalmen herum – und würgt sie manchmal kurz darauf mitsamt einem Haarballen wieder hoch. Wohnungskatzen fehlt diese Möglichkeit. Viele weichen dann auf Zimmerpflanzen aus, und das kann gefährlich werden. Katzengras ist eine einfache, sichere Alternative.

Kurz gesagt
  • Katzengras ist kein Muss, aber für viele Wohnungskatzen eine willkommene Abwechslung.
  • Am einfachsten: ein fertiges Set wie das Catit-Katzengras* oder Hydro-Gras ohne Erde*.
  • Dauerhafte Alternative: Zyperngras* mit weichen Halmen.
  • Finger weg von Gräsern mit scharfen Kanten und von Plastikgras.

Warum fressen Katzen Gras?

Ganz geklärt ist das nicht. Lange galt als Hauptgrund, dass Gras beim Hervorwürgen von verschluckten Haaren hilft. Neuere Beobachtungen zeigen, dass die meisten Katzen nach dem Grasfressen gar nicht erbrechen. Wahrscheinlich spielen mehrere Gründe zusammen: Ballaststoffe für die Verdauung, Abwechslung, möglicherweise auch ein ererbtes Verhalten, das Darmparasiten in Schach halten sollte. Sicher ist nur: Viele Katzen mögen es – und wenn sie kein Gras haben, suchen sie sich etwas anderes zum Knabbern.

Welche Sorten sind geeignet?

Als Katzengras werden meist junge Getreidegräser verkauft, vor allem Hafer, Gerste und Weizen. Sie sind weich, wachsen schnell und gelten als unbedenklich. Zyperngras ist eine mehrjährige Alternative mit weichen, schmalen Blättern.

Weniger geeignet sind harte Gräser mit scharfen Blatträndern, in denen sich Katzen die Zunge oder den Rachen verletzen können. Auch Plastikgras oder Dekogras gehört nicht in Reichweite von Katzen.

Giftige Zimmerpflanzen

Viele beliebte Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig, darunter Lilien (schon Pollen können gefährlich sein), Dieffenbachie, Efeu, Weihnachtsstern, Alpenveilchen, Monstera und Aloe. Wenn deine Katze an Pflanzen knabbert, prüfe jede Pflanze in deiner Wohnung – und biete ihr mit Katzengras eine sichere Alternative an. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort die Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst kontaktieren.

Katzengras selbst ziehen

  1. Weiche die Saat einige Stunden in Wasser ein – das beschleunigt die Keimung.
  2. Verteile die Körner dicht auf feuchter Erde oder einem Hydro-Substrat in einer flachen, schweren Schale.
  3. Halte die Saat feucht, aber nicht nass, und stelle die Schale hell, aber nicht in die pralle Sonne.
  4. Nach etwa einer Woche ist das Gras bereit. Stelle es erst jetzt der Katze hin.
  5. Säe alle zwei bis drei Wochen nach, damit immer frisches Gras da ist. Gelbes oder schimmeliges Gras sofort entsorgen.
Buddel-Schutz

Manche Katzen buddeln lieber in der Erde, als das Gras zu fressen. Dann helfen Hydro-Substrat ohne Erde oder eine Schale mit Abdeckgitter.

Empfehlenswerte Sets und Saaten

Einfachster Einstieg

Catit Katzengras-Set (3 Stück)

Fertige Anzuchtsets mit Saat und Substrat im Becher: Wasser dazu, nach wenigen Tagen sprießt frisches Gras. Ideal zum Ausprobieren.

  • Kein Topf und keine Erde nötig
  • Schnell bereit
  • Dreierpack für mehrere Wochen
  • Kleine Menge pro Becher

Passt zu: Wohnungskatzen und den ersten Versuch mit Katzengras.

Ohne Erde

GimCat Hydro-Gras

Katzengras zum Selbstziehen in einer Schale mit Hydro-Substrat – ohne Erde, die die Katze in der Wohnung verteilen könnte.

  • Ohne Erde, sauberer
  • Sehr günstig
  • Schnelles Wachstum
  • Hält nur einige Wochen

Passt zu: Katzen, die gern im Topf buddeln.

Vitakraft Cat Grass Saatenmischung

Saatmischung für frisches Katzengras im eigenen Topf. Günstig und schnell wachsend, ideal zum regelmäßigen Nachsäen.

  • Sehr günstig
  • Für eigene Töpfe
  • Regelmäßig nachsäbar
  • Topf und Erde nötig

Passt zu: Halter, die dauerhaft frisches Gras im Wechsel ziehen.

Mehrjährig

Zyperngras (Cyperus zumula), 3 Pflanzen

Zyperngras ist eine mehrjährige, katzenfreundliche Zimmerpflanze mit weichen, schmalen Halmen, die viele Katzen gern anknabbern – eine Alternative zu Getreidegras.

  • Mehrjährig, muss nicht nachgesät werden
  • Weiche Halme, keine scharfen Kanten
  • Schöne Zimmerpflanze
  • Braucht viel Wasser
  • Nicht verwechseln mit giftigen Zierpflanzen

Passt zu: Dauerhafte Katzengras-Alternative.

Häufige Fragen

Braucht jede Katze Katzengras?

Nein. Es ist ein Angebot, kein Pflichtbestandteil der Ernährung. Manche Katzen ignorieren es völlig, andere lieben es.

Meine Katze erbricht nach dem Grasfressen. Ist das schlimm?

Gelegentliches Erbrechen nach dem Grasfressen ist bei vielen Katzen normal. Erbricht deine Katze häufig, frisst schlecht oder wirkt matt, gehört sie in die Tierarztpraxis.

Wie lange hält Katzengras?

Je nach Sorte und Pflege zwei bis vier Wochen. Danach werden die Halme hart und gelb. Ausgesätes Getreidegras regelmäßig erneuern, Zyperngras hält bei guter Pflege jahrelang.

Fazit

Frisches Katzengras ist günstig, schnell gezogen und für viele Wohnungskatzen eine kleine Freude. Fang mit einem fertigen Set an, säe regelmäßig nach – und prüfe bei dieser Gelegenheit gleich, ob in deiner Wohnung giftige Pflanzen stehen. Weitere Ideen für ein abwechslungsreiches Katzenleben drinnen findest du im Ratgeber zur Beschäftigung von Wohnungskatzen.

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